Projekt Schattentöchter

Projekt Schattentöchter
Foto: Projekt Schattentöchter e.V.
  • Ansprechpartner:in:  Bettina Kneisler
  • Organisation:  Projekt Schattentöchter e.V.
  • Themen:  Geschlechtergerechtigkeit, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte, Soziales, Demokratie und Partizipation
  • Zielgruppen:  Ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+
  • Ort:  Neuwied
Nominiert von: Zukunftspreis Heimat

Mit Projekt Schattentöchter geben wir Frauen eine Stimme, die sonst oft überhört werden. Wir hören zu, wir sehen hin – und wir stehen an ihrer Seite.

Bettina Kneisler

Das Projekt Schattentöchter begleitet Frauen, die von Zwangsprostitution und sexueller Ausbeutung betroffen sind. Die Arbeit ist geprägt von echtem Zuhören, konkreter Hilfe und einer klaren Haltung: Die Engagierten sehen, dass es den Frauen in der Zwangsprostitution nicht gut geht – und setzen sich dafür ein, dass sie Wege in ein neues, selbstbestimmtes Leben finden. Die Arbeitsbereiche umfassen aufsuchende Arbeit, Ausstiegshilfen und eine individuelle, oft langfristige Begleitung. Durch Präventionsangebote – etwa zu Themen wie der Loverboy-Methode – wird Aufklärungsarbeit für junge Menschen geleistet. Gleichzeitig informiert das Projekt über die Realität von Zwangsprostitution in Deutschland, insbesondere über Zwang, Gewalt und Abhängigkeit. Besonders an diesem Engagement ist die enge Einbindung der betroffenen Frauen selbst: Ihre Perspektiven, Erfahrungen und Geschichten finden Raum und Wertschätzung. Unterstützt wird das Team von zahlreichen Ehrenamtlichen, die Zeit, Kreativität und Mitgefühl einbringen. Mit Hilfe eines starken Netzwerks vor Ort – mit Polizei, Behörden und sozialen Einrichtungen – werden Frauen nicht nur beim Ausstieg unterstützt, sondern auch langfristig in ein stabiles Umfeld eingebunden. Zu den regelmäßigen Angeboten gehören wöchentliche Einsätze, eine strukturgebende Begleitung im Aussteigerhaus, Präventionsschulungen, regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit über soziale Medien sowie der jährliche Walk for Freedom. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Frauen selbst – mit ihrer Geschichte, ihrer Würde und dem Recht, gesehen und geschützt zu werden.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2025