Bewegung ist Leben
- Ansprechpartner:in: Sylvia Eskaf
- Organisation: Regionale Schule Burg Stargard
- Themen: Gesundheit, Inklusion, Soziales, Bildung, Demokratie und Partizipation, Sport und Bewegung, Wohnen und Nachbarschaft, Kultur und Musik
- Zielgruppen: Ältere Menschen, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderungen, Frauen, Männer
- Ort: Burg Stargard
"Es fühlt sich toll an was zu machen, was gut ist für die Gemeinschaft, dass wir denen helfen können, dass sie wieder auf dem neuen Stand sind, wissen, was abgeht und so." "Es ist toll, wenn die Jungs hier sind, sie bringen ein bisschen Schwung in unser Leben. Vertrocknet man nicht ganz hier drinnen. Soll keiner sagen, dass die Jugend nichts taugt." (Zitate aus dem NDR MV Fernsehbericht im Rahmen der Berichterstattung über den Ehrenamtspreis MV 2024)
b) Im Verlauf des Unterrichts im Wahlpflichtkurs „Gesundheit“ wurde die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit in allen Altersstufen erarbeitet, auch erkannt, dass alte Menschen im Pflegeheim nicht immer genug Beschäftigung und Bewegung haben. Der Bezug zu eigenen z.T. pflegebedürftigen Großeltern wurde hergestellt, ein Bewusstsein für das Problem Einsamkeit und Langeweile im Pflegeheim entwickelt. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand die Idee, sich im Pflegeheim Johanneshaus in Burg Stargard zu engagieren und dort mit den Bewohnern Spiele für die körperliche und geistige Fitness durchzuführen. Es wurden passende Spiele gesucht, an die besonderen Bedürfnisse der Senioren angepasst, Spielmaterial organisiert bzw. selbst hergestellt. Nach anfänglichen Berührungsängsten hatten die 9 Jungen bald herzlichen Kontakt zu den Bewohnern des Pflegeheims, verstanden auch schnell, dass sie besonders laut und gut artikuliert sprechen mussten, damit die Senioren sie verstehen konnten. Spielvarianten für sehbehinderte oder auf den Rollstuhl angewiesene Personen mussten entwickelt werden. Der Kontakt zwischen Alt und Jung war für einige Kinder in dieser Form eine komplett neue Erfahrung und deshalb auch manchmal eine Herausforderung. Gleichzeitig bekamen die Jungen eine Vorstellung davon, was es für Alte bedeutet, allein zu sein und durch den Kontakt mit jungen Menschen verloren geglaubte Lebensqualität zurückzugewinnen. Dieses Angebot gab es etwa alle 2 Wochen für alle interessierten Heimbewohner. Zum Abschluss des Kurses gab es ein großes Sommerfest mit Kaffee und Kuchen und einer großen Bingo-Runde, die für viel Begeisterung sorgte.