Inklusive Stadt Schwaan
- Ansprechpartner:in: Maren Lüth
- Organisation: Prof.-Franz-Bunke-Schule Schwaan
- Themen: Bildung, Gesundheit, Inklusion, Bürger- und Menschenrechte, Soziales, Wohnen und Nachbarschaft
- Zielgruppen: Ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+
- Ort: Schwaan
"Wir wollen eine Stadt, die für alle da ist, in der jeder gesehen und gehört wird. Durch dieses Projekt habe ich gelernt, in meinem Alltag die Augen aufzuhalten und mein Gegenüber zu fragen, ob es Hilfe benötigt." Lynn, 15 Jahre
Junge Menschen im Alter von 15-17 Jahre haben sich im Rahmen eines Unterrichtprojektes mit dem Thema "Inklusive Schule/Inklusive Stadt Schwaan" auseinandergesetzt und in verschiedenen Gruppen erforscht, was sich in ihrer Schule und in ihrer Stadt verändern muss, um a l l e n, ob groß oder klein, ob jung oder alt, ob mit Einschränkungen oder ohne ein g e m e i n s a m e s Miteinander zu ermöglichen. Dazu wurde die Schule und der öffentliche Raum auf Barrierefreiheit untersucht. Es fanden Gespräche mit Betroffenen, dem Bürgermeister, den Stadtvertretern und sozialen Einrichtungen statt. Fragen, Hinweise, Forderungen wurden analysiert und aufbereitet, Kooperationspartner gefunden und ein Aktionstag mit Vereinen, Verbänden, Workshops und Diskussionsrunden für die ganze Stadt geplant. Die Jugendlichen nahmen einen Perspektivwechsel vor und erlebten, wie es ist, als gehörloser, blinder oder gehbehinderter Mensch in Schwaan zu leben. Durch diesen Perspektivwechsel entwickelten sie eine starke Identifikation und Sensibilisierung für ein Thema, das ihnen zuvor fremd war. Sie erlebten Selbstwirksamkeit und erfuhren Anerkennung für ihr Handeln , so dass dadurch der Grundstein für zukünftiges ehrenamtliches Engagement gelegt wurde. Was als Unterrichtsprojekt geplant war, hat sich zu einem auf ein breites Interesse stoßendes Projekt entwickelt. Durch die mediale Berichterstattung erhielten die Jugendlichen ein so positives Feedback, das sie motiviert, sich über den Unterricht hinaus weiter für dieses Thema zu engagieren, zum Beispiel durch eine Kooperation mit der Diakonie vor Ort und die Durchführung des geplanten Aktionstages im Januar 2026. Ihr Ziel ist es, nicht nur die erforschten Missstände aufzudecken, sondern auch aktiv an deren Beseitigung mitzuwirken.