Ehrenamtsprojekt in der Straffälligenhilfe

Ehrenamtsprojekt in der Straffälligenhilfe
Foto: Jil Reinardt
  • Ansprechpartner:in:  Jil Reinardt
  • Organisation:  ABK Neustart gGmbH
  • Themen:  Demokratie und Partizipation, Integration und Diskriminierung, Kultur und Musik, Bürger- und Menschenrechte, Soziales, Sport und Bewegung, Sonstiges
  • Zielgruppen:  finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Männer
  • Ort:  Herzogenrath
Nominiert von: VEZ Ehrenamtspreis NRW

"Wir fangen da an wo viele Menschen denken, dass es nichts mehr zu tun gibt."

Jil Reinardt

Gefangene Menschen brauchen ehrenamtliche Hilfe und Unterstützung, die nicht von hauptamtlichen oder justizinternen Kräften geleistet werden kann. Während der oft langen Haftaufenthalte verlieren viele ihre sozialen Kontakte. Ein Austausch lediglich unter Gefangenen oder Bediensteten lässt viele vereinsamen. Rückzug, Depression und Drogenkonsum sind nicht selten die Folge. Ehrenamt kann Brücken bauen, Brücken „nach draußen“. Der Kontakt der inhaftierten Menschen zu ehrenamtlich Engagierten, die eben keine Funktion im direkten Umfeld der JVA innehaben, ist umso wertvoller, als dass er diese Brücken unvoreingenommener und teilweise sehr viel persönlicher bauen kann. Diese Brücken in der ehrenamtlichen Arbeit sind vor allem folgende: • Einzelgespräche geben Antworten auf das Leben, lassen den einzelnen inhaftierten Menschen ihren/seinen Lebensweg reflektieren, hinterfragen und helfen ihm dabei, neuen Mut zu fassen, Lebensentwürfe zu verändern, neu zu entwickeln und zum Besseren zu wenden. • Neben dem persönlichen Austausch mit einer ehrenamtlichen Kraft helfen auch Briefkontakte in die Justizvollzugsanstalt aus der Einsamkeit und Isolation und ermöglichen den inhaftierten Menschen, sich mit der eigenen Lebenssituation aktiv und intensiv auseinanderzusetzen. • Gruppenkontakte schaffen Gemeinschaft, helfen dabei Defizite in Sprache abzubauen und geben Orientierung im gesellschaftlichem Miteinander.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2025