Temporäre Spielstraße Sanderstraße
- Ansprechpartner:in: Jan Evertz
- Organisation: Jan Evertz
- Themen: Integration und Diskriminierung, Inklusion, Soziales, Sport und Bewegung, Wohnen und Nachbarschaft
- Zielgruppen: Ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen
- Ort: Berlin
Wir sind ein großartiges Team an Ehrenamtlichen aus der Nachbarschaft, die die Spielstraße in der Sanderstraße seit fünf Jahren mit viel Freude organisieren. Die vielen fröhlichen Kindergesichter und die tollen Erfahrungen motivieren uns, dieses Projekt so lange wie möglich weiterzuführen. Wir finden es fair und auch notwendig, den Menschen in der Nachbarschaft Freiraum temporär zur Verfügung zu stellen, den sie nach ihren Wünschen bespielen und erfahren können.
Die Initiative Temporäre Spielstraße Sanderstraße führt seit 2021 18 mal im Jahr von Mitte Mai bis Mitte September eine Spiel- und Nachbarschaftsstraße im Reuterkiez, Bezirk Berlin-Neukölln durch. Hierbei wird der Straßenabschnitt der Sanderstraße zwischen Friedel- und Hobrechtstraße sonntags zwischen 14 und 18 Uhr für Fahrzeuge jeglicher Art gesperrt. Es werden mobile Absperrschranken, jeweils ein Durchfahrt-Verboten-Schild, ein Zusatzschild Spielendes Kind und eine zeitliche Angabe der Sperrung an den beiden Straßenenden aufgestellt. Darüber hinaus gilt ein temporäres Parkverbot. Mehrere Ehrenamtliche kümmern sich um alle Anliegen innerhalb der Spielstraße - beispielsweise werden ausparkende Anwohnende oder medizinisch notwendige Einfahrten langsam ein- bzw. herausgelassen und begleitet. Diese Kiezlotsinnen und -lotsen tragen farbige Westen und sind Ansprechpersonen für alle Belange. Es entsteht somit ein regelmäßig stattfindender auto- und fahrradfreier Ort, der sich als Treffpunkt der Nachbarschaft etabliert hat, an dem sich Menschen kennen lernen und Zeit zusammen verbringen können. Alle sind willkommen! Dieser Ort ist konsumfrei und ohne politische Zuordnung. Die Herausnahme des Straßenverkehrs schafft eine sichere und angenehme Atmosphäre, was vor allem den Kindern zugutekommt, für die ansonsten der Alltag im öffentlichen Raum zahlreiche Gefahren bereithält. Sie können dort ungestört spielen, sich bewegen, Radfahren lernen, ihre Nachbarschaft erkunden und soziale Erfahrungen erleben. Es gibt zahlreiche Angebote, die teils geplant, teils spontan meist von den Anwohnenden selbst initiiert werden, z.B. Kinderflohmarkt, Kinderschminken, Theater und vieles mehr. Auch die Erwachsenen finden hier Raum für Bewegung, soziale Kontakte und Entspannung.