Initiative "Fremde werden Freunde"

Initiative "Fremde werden Freunde"
Foto: Fremde werden Freunde
  • Ansprechpartner:in:  Anje Kreßmann
  • Organisation:  Initiative Fremde werden Freunde c/o KGV Pastoraler Raum Andernach
  • Themen:  Demokratie und Partizipation, Engagement für Engagement, Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte, Soziales, Wohnen und Nachbarschaft
  • Zielgruppen:  Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer
  • Ort:  Andernach
Nominiert von: Brückenpreis

Wir helfen mit Kopf, Herz und Hand. Unser Engagement ist ganzheitlich: Wir begleiten Menschen beim Ankommen, schaffen Begegnungen und bauen Brücken zwischen Kulturen. So gestalten wir gemeinsam eine offene, menschliche und solidarische Gesellschaft, in der jeder seinen Platz finden kann.

Anje Kreßmann

Die Initiative „Fremde werden Freunde“ engagiert sich seit 2015 für die nachhaltige Integration von Geflüchteten und Migrant:innen in der Verbandsgemeinde Pellenz. Ziel ist Hilfe zur Selbsthilfe, Orientierung zu geben, soziale Teilhabe zu ermöglichen und Isolation zu vermeiden – besonders wichtig im ländlichen Raum mit begrenzter Infrastruktur. Das Engagement ist relevant, weil Ankommende oft Unterstützung brauchen, die staatliche Strukturen nicht leisten können. Ebenso entscheidend ist die positive Wirkung auf die Öffentlichkeit – sie trägt zu einem besseren gesellschaftlichen Klima bei. Kernstück ist das „Café der Kulturen“, das zweimal im Monat als offener Begegnungsort mit Beratung, Formularhilfe, Sprachangeboten und Austausch dient. Ergänzt wird es durch mehrmals wöchentliche Sprachkurse, Begleitung zu Behörden, Ärzten, Schule oder Kita sowie Unterstützung bei Arbeitssuche, Berufsanerkennung, besonderen Bedarfen oder einfach mit einem offenen Ohr. Kreative, öffentlichkeitswirksame Formate machen Vielfalt erlebbar – vom jährlichen interreligiösen Friedensfest über das Sommerfest mit örtlichen Vereinen, gemeinsames Fastenbrechen und Kinoabende zum Thema Migration bis hin zum Falafelstand von Ehrenamtlichen und Geflüchteten auf dem Weihnachtsmarkt, dessen Erlös an örtliche Kitas und Schulen geht. Auch große Veranstaltungen zum Tag des Flüchtlings – mit Musik, Ausstellungen oder Seenotrettungsboot – fördern das Bewusstsein. FwF versteht sich als erste Anlaufstelle für Geflüchtete und schafft zugleich Begegnungsräume mit Bürger:innen. Die Initiative arbeitet eng mit Verwaltung, Vereinen und Zivilgesellschaft zusammen, um Integration als wechselseitigen Prozess zu gestalten – und gibt dem rechten Rand bewusst keine Bühne.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2025