Charlotte Obertreis
- Ansprechpartner:in: Charlotte Obertreis
- Organisation: Fotografie Charlotte Obertreis
- Themen: Gesundheit, Inklusion, Soziales
- Zielgruppen: Kinder und Jugendliche, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen
- Ort: Althütte
Ich kann den Familien ihr Schicksal nicht abnehmen, doch ich kann ihnen etwas mitgeben, das bleibt: Bilder voller Liebe, Nähe und Erinnerung. Gerade wenn Worte fehlen, können Fotos tragen. Manchmal sind es die einzigen greifbaren Erinnerungen, wenn ein Kind gestorben ist.
Für Charlotte Obertreis ist die ehrenamtliche Fotografie für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern zu ihrem Herzensprojekt geworden. Ihr Engagement trägt den Namen „Fotografie über den Tod hinaus“ und genau das tut es: Es schenkt Familien etwas Unbezahlbares – Bilder voller Nähe, Liebe und Erinnerung, oft in Zeiten, in denen das Leben besonders zerbrechlich und die Endlichkeit greifbar ist. Seit 2015 begleitet sie betroffene Kinder und ihre Familien fotografisch – von unbeschwerten Augenblicken über stille Alltagsmomente bis hin zum letzten gemeinsamen Moment und auf Wunsch auch bei Beerdigungen. Ihre Bilder entstehen mit viel Respekt und Einfühlungsvermögen – im vertrauten Zuhause, in der Natur oder im Kinderhospiz. Ziel ihres Engagements ist es, Erinnerungen zu bewahren, die tragen, wenn Worte fehlen: authentisch, berührend und mit großer Achtung für das Leben auch im Angesicht des Abschieds. Ihre Fotos halten nicht nur Momente fest, sie erzählen Geschichten: vom Mut, von der unendlichen Liebe und vom Loslassen. Die Familien empfinden die Bilder oft als Schatz, der Trost spendet, wenn das Kind nicht mehr da ist. Jede Begleitung ist individuell, sie nimmt sich Zeit, hört zu, ist präsent – als Fotografin und als mitfühlender Mensch. Auch besonders sensible Situationen, wie das Fotografieren eines verstorbenen Kindes, begleitet sie auf ausdrücklichen Wunsch der Familien mit großem Feingefühl. Ihr Engagement ist besonders, weil es künstlerisches Können mit emotionaler Tiefe und gesellschaftlicher Relevanz verbindet. Mit ihrer Kamera schafft sie Raum für Erinnerungen, wo Worte fehlen – und hilft dabei, das Thema Tod zu enttabuisieren. Ihre Arbeit zeigt auf stille Weise: Auch im Abschied liegt Leben. Und manche Bilder bleiben ein Leben lang.